Wasserklau ist dumm gelaufen

Sinzig. Die Idee, durch einen Griff zur Rohrzange an kostenloses Trinkwasser zu gelangen, ist einem Sinziger Bürger im Nachhinein sicher übel aufgestoßen.
Bei dem Versuch, die Wasserleitung der Stadtwerke “anzuzapfen”, hatte der Betroffene wohl nicht mit dem hohen Druck gerechnet, mit dem das Trinkwasser ins Haus gelangt. Die Folge ist nun, dass er nicht nur einem überfluteten Keller hat, sondern auch noch die Kosten für einen Feuerwehreinsatz und den Bereitschaftsdienst des Wasserwerks tragen muss. „Für diese Summe hätte man für einige Jahre bei uns das Wasser beziehen können“, so Werkleiter Bernd Lischwé.

Im Übrigen haben die Monteure der Stadtwerke bei den jährlichen Zählerablesungen und beim turnusmäßigen Austausch der Wasserzähler immer ein Auge auf die Hausinstallationen, so dass eine Manipulation sowieso aufgefallen wäre. Die Stadtwerke weisen in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es sich hier keinesfalls um eine Bagatelle handelt – strafrechtlich gesehen ist die Sache nämlich eindeutig: Es handelt sich um einen versuchten Diebstahl, und ein solcher zieht entsprechende Konsequenzen nach sich.