Schmutzwassergebühr ab 2004 nochmals gesenkt

Der städtische Ver- und Entsorgungsbetrieb kann weiterhin mit sehr guten
Zahlen aufwarten

“Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und der konsequente Gewässerschutz haben in Sinzig einen sehr hohen Stellenwert” betonte Bürgermeister Wolfgang Kroeger anlässlich der Haushalts-Sitzung des Sinziger Stadtrates. Dies wird auch in Zahlen deutlich, denn die Stadtwerke investieren in 2004 wieder mehr als 3 Millionen Euro in die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.

Im Bereich der Wasserversorgung liegt im Haushaltsjahr 2004 das Hauptaugenmerk auf der Sicherstellung der Versorgung und der Optimierung der Bewirtschaftung. Deshalb erfolgt für mehr als 1 Million EURO eine Sanierung der Hochbehälter und eine Umstrukturierung der Wasserversorgung. Große Ausgabenposten stehen auch im Bereich der Abwasserbeseitigung an. Mit 435.000 EURO schlägt die Erschließung des Neubaugebietes Albert-Schweizer-Straße zu Buche, mit 400.000 EURO das Regenüberlaufbecken Westum. Weitere Projekte sind unter anderem die Kanalerneuerung in der Barbarossastraße und der Landskroner Straße. Seit 1998 haben die Stadtwerke damit Investitionen in Höhe von rund 10 Millionen EURO getätigt.

Die Stadtwerke sind weiterhin kerngesund, wie Kroeger betonte, der dies auch der guten Leistung des Teams um Werkleiter Bernd Lischwé zuschreibt. Der Abwasserbetrieb hat eine Eigenkapitalquote von 60%, was in der freien Wirtschaft als Traumquote gilt. Der Wasserversorgungsbetrieb kann seit Jahren den höchstzulässigen Gewinn erwirtschaften und ist trotzdem einer der günstigsten Anbieter im Umkreis. Die Schulden konnten in den letzten Jahren stark gesenkt werden. Für den Bürger bedeutet dies alleine von 2003 auf 2004 eine Zinsersparnis von rund 120.000 EURO! Eine für den Bürger wichtige Besonderheit hat Sinzig zu bieten. Seit sieben Jahren ist der Wasserpreis nicht mehr gestiegen; die Abgaben beim Abwasser können in 2004 sogar noch einmal um 5 Cent bei der Schmutzwassergebühr gesenkt werden.

Ein Lob gilt nach Auffassng von Bernd Lischwé den Kommunalpolitikern, die in den früheren Jahren der immensen Ausgaben zu einer konsequenten Abgabenpolitik bereit waren. Dabei wurden die Investitionen nicht durch langfristige Schuldenaufnahmen finanziert, die im Nachhinein eine ganze Generation belastet hätten. Daher ist es heute auch möglich, wieder eine Senkung der Abgaben vorzunehmen “Die politische Entscheidung der Gebührensenkung ist insofern auch ein Zeichen der Fairness gegenüber dem Bürger”, wie Lischwé betont.