Stadtwerke Sinzig betreiben kostenbewussten Umweltschutz
| Kategorie Stadtwerke | Montag, den 1. August 2005 |
Schon seit 10 Jahren werden in Sinzig Millionen in die Abwasserbeseitigung investiert, ohne dass der Bürger dafür tiefer in die Tasche greifen muss.
Neuestes Beipiel: Das Regenüberlaufbecken in Westum!
Wenn der Bürger liest, dass die örtlichen Stadtwerke Millionen investieren, dann wird ihm manchmal sicher mulmig, ist dies doch oft mit Gebührenerhöhungen verbunden. Nicht so in der Barbarossastadt Sinzig. Hier sind die Bagger im Auftrag der Stadtwerke Sinzig schon seit Jahren tätig, ohne dass der Bürger dies im Nachhinein sofort durch eine höhere Gebührenrechnung quittiert bekam.
Derzeit laufen die Arbeiten für eine besonders wichtige Maßnahme. Staunend stehen die Passanten in Westum am Sportplatz vor einem Krater gewaltigen Ausmaßes. Hier entsteht ein Regenüberlaufbauwerk, dass bei den Stadtwerken Sinzig unter der Abkürzung RÜB Westum firmiert. Mehrere solcher Becken, allerdings geringer dimensioniert, entstanden bereits in Sinzig, so auch in der Rheinstraße am sogenannten Wykhaus an den Resten der Stadtmauer. Der Vorteil dieser Bauwerke liegt darin, dass sie nach Fertigstellung unter der Erde verschwinden und für den Bürger somit meist nahzu unsichtbar bleiben, während sie 365 Tage im Jahr ihren Dienst verrichten. Was steckt hinter diesen Baumaßnahmen? Die Kommunen haben als abwasserbeseitigungspflichtige Körperschaften die Aufgabe, auch die Regenwasserbehandlung an die neuesten Forderungen der Umweltrichtlinien anzupassen. Dabei bedienen sie sich modernster Technik. Ziel ist es, nur noch wirklich behandlungsbedürftige Abwasser in die Kläranlagen zu leiten und damit auch letztlich Kosten zu sparen. Da, wo ein Mischwassersystem vorhanden ist und die Abwässer gebündelt werden, erfolgt in diesen Bauwerken eine Trennung von Schmutz- und Regenwasser. Das Schmutzwasser wird zur Kläranlage geführt, das reine Regenwasser wird in Vorfluter abgeschlagen. Dadurch werden unnötige Reinigungskosten in der Kläranlage vermieden und eine kostenbewusstere Abwasserbeseitigung ist das Ergebnis. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme in Westum, die übrigens wieder einmal an ein Unternehmen der Region vergeben werden konnte, belaufen sich auf rund 750.000 €. “Die Arbeiten liegen völlig im Zeitplan und wir können mit einer Inbetriebnahme im Frühjahr 2006 rechnen. Nach der Fertigstellung hat die Stadt Sinzig ihre Hausaufgaben in Sachen Regenwasserbehandlung gemacht, so dass wir dann von den ansonsten anfallenden Abwasserabgaben an das Land befreit werden”, so Bernd Lischwé, der Leiter der Stadtwerke Sinzig. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Stadtwerke Sinzig auch im kommenden Jahr wieder ohne höhere Abwassergebühren auskommen werden - und das dann schon im 10. Jahr in Folge.



