Vogelgrippe: keine Gefahr für die Trinkwasserversorgung
| Kategorie Stadtwerke | Montag, den 6. März 2006 |
Die Stadtwerke Sinzig weisen in Zusammenarbeit mit dem DVGW (Deutscher Verband der Gas- und Wasserwirtschaft) darauf hin, dass selbst im Falle eines Auftretens der sogennanten “Vogelgrippe” nicht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus der Trinkwasserversorgung zu rechnen ist.
Zum Hintergrund:
Die Vogelgrippe (auch Vogelpest, Geflügelpest, aviäre Influenza) ist weltweit verbreitet und seit mehr als einem Jahrhundert bekannt. Das Virus, das die Vogelgrippe hervorruft, ist das Influenza A-Virus, das in verschiedenen Subtypen vorkommt. Die derzeit festgestellten Infektionen mit Vogelgrippeviren sind auf den Virus H5N1 zurückzuführen.
Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Tierseuche. Bei den bekannt gewordenen Fällen einer Übertragung der Viren vom Vogel auf den Menschen war stets ein intensiver und direkter Kontakt zwischen Tier und Mensch bzw. eine hohe Virusdosis gegeben.
Die Beurteilung der Experten:
Nach Auskunft von Experten (Bundesamt für Risikobewertung, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg) gibt es keine Erkenntnisse, die auf eine Übertragungsmöglichkeit des Vogelgrippevirus auf den Menschen durch Trinkwasser hinweisen.
Bei Oberflächenwasser sind die Viruskonzentrationen durch Verdünnungseffekte bereits im Rohwasser für eine Infektion des Menschen viel zu gering. Außerdem sind Trinkwasserversorgungen, die Oberflächenwasser nutzen, in Deutschland mit Aufbereitungs- und Desinfektionsstufen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgestattet, die einen sicheren Schutz vor mikrobiologischen Einträgen liefern.
Auch im Falle einer Wasserversorgung aus Grundwässern (wie in Sinzig) besteht kein Infektionsrisiko, da Viruspartikel während der Bodenpassage durch Adsorptionsvorgänge gebunden werden.
Aviäre Influenzaviren sind außerdem empfindlich gegenüber Desinfektionsmitteln, werden also im Rahmen einer Trinkwasserdesinfektion (z. B. Chlor, Ozon, Chlordioxid, UV) sicher abgetötet.
Eine Gefährdung der Gesundheit für den Menschen durch die Vogelgrippe über das Trinkwasser ist somit nicht gegeben.
Für weitere Auskünfte steht Werkleiter Bernd Lischwé unter der Tel.-Nr.: 0 26 42 / 40 01 - 68 zur Verfügung.



