Die Sinziger Wasserversorgung ist für die Zukunft gerüstet

Kommunalpolitiker machten sich ein Bild vom Wasserwerk

In den zukunftssicheren Ausbau der Wasserversorgung wird derzeit kräftig investiert. Auch in den Ausbau der Wassergewinung in der “Goldenen Meile”, welche einst als Standort für ein Kreiswasserwerk geplant war.

“Dat Wasser von Senzesch es joht” – so steht es selbstbewusst auf der Einladung, welche die Mitglieder des Sinziger Ortsbeirats nach einer entsprechenden Anfrage auf Besichtigung des Wasserwerks an die Stadtwerke erhalten hatten.

“Stimmt!” – Das war die einhellige Meinung der Kommunalpolitiker(innen), nachdem sie einen ganzen Nachmittag durch die Sinziger Wasserwelt geführt wurden. Unter der fachkundigen Leitung von Werkleiter Bernd Lischwé und Wassermeister Dieter Assenmacher wurde auf verschiedenen Stationen im ganzen Stadtgebiet erläutert, wie das Sinziger Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und verteilt wird. Zudem wurde noch einmal bewusst, dass die Stadtwerke auch als Dienstleistungsbetrieb für Dritte fungieren. Denn neben den eigenen Betriebszweigen werden derzeit mit dem Abwasserzweckverband Untere Ahr und der städtischen Bad Bodendorf Kurbad GmbH noch zwei weitere Betriebe kaufmännisch verwaltet. Die Stadtwerke präsentieren sich mit ihrem Können als Dienstleister im eigentlichen Sinne.

Das Kerngeschäft aber liegt nun schon seit immerhin 120(!) Jahren in der Wasserversorgung. In der Goldenen Meile befindet sich ein Wasservorkommen von guter Qualität, und das in einer Menge, die selbst eine Versorgung von anderen Kommunen problemlos und ohne größeren Aufwand ermöglichen würde. Dass dieses Vorkommen durch ein Wasserschutzgebiet geschützt wird und wie dies geschieht; dazu gab es viele Informationen und es wurde rege diskutiert.

Weiter ging es danach zu der Aufbereitungsanlage im Kranzweiherweg. Hier findet – übrigens ganz ohne den Einsatz von Chemie – eine Feinabstimmung des der ph-Werts statt. “Der ph-Wert wird durch eine einfache Belüftung angehoben; das ist der ganze Trick” so der Wassermeister. Am letzten Punkt der Führung ging es um die Speicherung und Verteilung des kostbaren Gutes. Am Hochbehälter Ziemert 2 erläuterten die Wasserwerker das Zusammenspiel der Hochbehälter mit dem rd. 120 km langen Leitungsnetz und den 4.500 Hausanschlüssen.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Aufgaben und auch von der Lebendigkeit des Themas. Egal, ob technisch, betriebswirtschaftlich oder rechtlich – die Stadtwerke Sinzig sind fit für die Zukunft. Und so war das einhellige Votum auch hier, dass die Sinziger Wasserversorgung in besten Händen ist.