Was die Fußball-WM in Südafrika mit dem Sinziger Wasserwerk zu tun hat…

Die Sinziger Stadtwerke öffneten wieder die Türen für ihre Kunden

 Am 30. Mai war es wieder soweit. Die Sinziger Stadtwerke öffneten ihre Türen für eine Reihe von Besuchern – und diese wurden mit viel Wissen rund um das Lebensmittel Nr. 1 versorgt. Über drei Stunden dauerte die Führung, welche in gewohnter Manier von Werkleiter Bernd Lischwé und Wassermeister Dieter Assenmacher durchgeführt wurde.tag-der-offenen-tur-stw

Die Anlagen, die ansonsten dem Blick der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wurden von einer bunt zusammen gewürfelten Gruppe  besichtigt. Die ab Ende 2010 geplante Wasserlieferung nach Bad Breisig lockte auch Besucher aus der dortigen Verbandsgemeinde an. „Es freut uns natürlich, dass sich die Bürger dafür interessieren, woher ihr Lebensmittel Nr. 1 kommt”, so Bernd Lischwé.


Zunächst wurde die Wassergewinnung in der Niederau besichtigt. Die Themen Wasserförderung und Schutz des Trinkwasservorkommens wurden hier näher erläutert. Als nächstes ging es zur Entsäuerungsanlage, wo zu erfahren war, dass das Sinziger Trinkwasser eine sehr gute Qualität hat und nur der ph-Wert noch minimal angehoben werden muss, bevor das Wasser an den Kunden abgegeben werden kann. Wie dies geschieht und dass dies in Sinzig völlig ohne den Einsatz von chemischen Mitteln möglich ist, wurde praxisnah vorgestellt. Letzte Station schließlich war einer der Hochbehälter auf dem Ziemert. Hier war zu erfahren, wie viele Wasservorräte vorhanden sind, wie diese im Stadtgebiet verteilt werden – und dass man auch für extrem heiße Zeiten gerüstet ist. Auch die Gewinnung von Strom aus der eigenen Wasserkraft wurde erläutert. In der lockeren Runde wurden nebenbei so einige Anekdoten aus der Welt der Wasserwerker ausgetauscht, so dass es eine kurzweilige Veranstaltung war. Und so gab es am Ende Dank und Applaus für die Organisatoren. Und auch die „Denkaufgabe”, was denn am 11.07.2010 um 21.15 Uhr passiert, wurde von den Besuchern prompt beantwortet: „Dann ist Halbzeit beim WM-Endspiel!”, so ein Teilnehmer. „Richtig – und dann wird der Wasserstand im Hochbehälter mit Sicherheit schlagartig sinken”, so die Wasserwerker – was allenthalben mit einem Schmunzeln bestätigt wurde.