Museum

Das Heimatmuseum Sinzig ist im Sinziger Schloss untergebracht. Es beherbergt sowohl Kunstsammlungen, als auch die stadtgeschichtliche Sammlung.

Die Räume im 1. und 2. Stock wurden zum Heimatmuseum umgebaut. Der ehemalige Salon wird für Kulturveranstaltungen genutzt, das Billardzimmer war bis 1990 Ratssaal, das Turmzimmer dient heute als Trauzimmer des Standesamtes.

Die Kunstsammlungen

Foto: Antike Kommode mit Figur, altem Buch und BildIm Aufbau ist eine Sammlung mit Werken des Künstlers Carl Andreae, einige seiner zahlreichen Glasfensterentwürfe für Kirchenfenster schmücken das Treppenhaus. Die Arbeiten Carl Andreaes fügen sich harmonisch in eine Gemäldesammlung ein, die Philipp Niederée, ein Bewohner der Nachbarstadt Linz, zusammengetragen und der Stadt Sinzig in den 50er Jahren vererbt hat.
Seine Sammlung besteht überwiegend aus Werken von Künstlern der Düsseldorfer Akademie, die im 19. Jahrhundert internationales Ansehen genoss.
Das Heimatmuseum zeigt in der ständigen Ausstellung vor allem Arbeiten von Johann Martin Niederée, Franz Ittenbach und Joseph Keller.

Zu den Kostbarkeiten der Sammlung gehören sicher auch die Apothekergerätschaften, Medizin- und Gesetzbücher des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter ein Medizin- und Kräuterbuch aus dem späten 15. Jahrhundert und das Medizinbuch des Paracelsus von 1530.
Eine Taschensonnenuhr sowie ein Kompass zählen zu den musealen Raritäten.
Die Brücke von der Malerei des 19. Jahrhunderts zur stadtgeschichtlichen Sammlung bildet eine Zusammenstellung von Grafiken aus der Zeit der Rheinromantik.

Die stadtgeschichtliche Sammlung

Im Mittelpunkt der stadtgeschichtlichen Sammlung steht ein von dem Sinziger Künstler Franz Steinborn angefertigtes Stadtmodell, das die Stadt Sinzig im 17. Jahrhundert darstellt. Es wird ergänzt durch Aquarelle Steinborns mit historischen Stadtansichten. Die Ausstellung zeigt Objekte mit den Schwerpunkten Stadtgeschichte, Zunftwesen, Brandbekämpfung und Gerichtsbarkeit.
Dass in Sinzig schon vor fast 2000 Jahren Handwerksbetriebe ansässig waren, zeigen die Fundstücke aus römischer Zeit im 2. Obergeschoss. Noch heute ist am Rhein die Stelle auffindbar, an der um 40 n. Chr. eine römische Ziegelei existierte.

Auch Ausgrabungsfunde einer Terra-Sigillata-Manufaktur (um 140 n. Chr.) belegen die Präsenz der Römer in Sinzig. Erst in der Spätzeit des Römischen Reiches entstand eine Siedlung auf dem Sinzigberg, die durch Funde aus fränkischer Zeit bestätigt wird. Eine große Brandurne aus der Hallstattzeit und vorgeschichtliche Funde, darunter ein beachtlicher Mammutzahn aus einer Sinziger Kiesgrube, gehören zu den heimatkundlichen Fundstücken, die interessierte Bürger vor 50 Jahren zusammentrugen, um ein Heimatmuseum zu gründen.

Adresse:
Heimatmuseum Sinzig im Schloss
Barbarossastr. 35
53489 Sinzig

Geöffnet:

  • Donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr
  • Samstags und Sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Informationen: Rathaus Sinzig,
Tel.: 02642/4001-0
Fax: 02642/ 4001-39,

Leitung: Frau Agnes Menacher, Tel.: 02642/ 3406
Weblink: elink.gif Verein zur Förderung der
Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V.