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Historisches Sinzig

Sinzig ist eine Stadt mit Geschichte. Schon die alten Römer siedelten auf dem heutigen Kirchplatzhügel und betrieben in der Goldenen Meile eine Tonmanufaktur.

Altes Bild des Kirchplatzes Erstmals urkundlich erwähnt wird Sinzig im Jahre 762. Am 10. Juli stellte König Pippin der Jüngere, der Vater Karls des Großen, in der Pfalz Sinzig (Sentiaco Palacio) eine Schenkungsurkunde aus. Sentiacum, so der damalige Name Sinzigs, entwickelte sich zu einer wichtigen Station an der Heerstraße Frankfurt-Aachen und Friedrich Barbarossa weilte zwischen 1152 und 1180 des öfteren in der Stadt, die aus diesem Grund heute „Barbarossastadt“ genannt wird. Seine Stadtrechte erhielt Sinzig am 9. Oktober 1267.

Foto: Sinzig 1860Zweimal wurde die mittelalterliche Stadt, die seit dem Jahr 1300 von einer mächtigen Stadtmauer umgeben war, durch Brände in den Jahren 1583 und 1758 fast vollkommen zerstört. Von der Stadtmauer existieren heute nur noch kleine Reste. Die Industrialisierung und die Entwicklung zur neuen Stadt Sinzig ließen die Mauer Ende des 19. Jahrhunderts fast vollkommen verschwinden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Sinzig einen Bewohneraufschwung und wurde zu einer kleinen Industriestadt.

Altes Foto: FabrikEinen besonderen Stellenwert nahm dabei die „Plaatefabrik“ mit ihrer Fertigung von Keramikprodukten ein. Heute liefert die Deutsche Steinzeug, früher AGROB, Bodenfliesen von höchster Qualität in alle Welt. Ein weiteres Markenzeichen ist der Sinziger Mineralbrunnen, dessen Produkte den Namen der Stadt in die ganze Republik tragen.

Mit der Gebietsreform 1969 kamen die Ortsteile Bad Bodendorf, Franken, Koisdorf, Löhndorf und Westum zur Stadt. Heute bildet Sinzig zusammen mit der Stadt Remagen ein modernes Mittelzentrum mit zahlreichen Schulen und Einkaufsmöglichkeiten.