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Klimaschutz

Klimaschutz

Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Hauptansatz für den Klimaschutz ist die Verringerung des Ausstoßes der Treibhausgase, die bei der Energieerzeugung sowie beim Verbrauch der Energie in der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion, im Verkehr und in Privathaushalten freigesetzt werden. Hierzu zählen insbesondere der sukzessive Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor sowie der Industrie, der konsequente Ausbau der regenerativen Energieträger sowie der Einsatz von Maßnahmen zur Energieeffizienz.

Für einen erfolgreichen Klimaschutz sind alle politischen Ebenen maßgeblich: internationale, EU-, Bundes-, Länder- und die kommunale Ebene.

Die Stadt Sinzig hat sich verpflichtet, den CO2 Ausstoß nachhaltig zu verringern und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Klimawandel

Das Klima wandelt sich. Seit dem letzten Jahrhundert stieg die durchschnittlich Temperatur der Land- und Ozeanflächen um etwas 0,85 Grad Celsius an, jedes der letzten drei Jahrzehnte war sukzessive wärmer als alle vorausgegangenen Jahrzehnte seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Die Folgen der globalen Erwärmung sind das Schmelzen der Eis- und Schneemengen, der Anstieg des Meeresspiegels, das Auftauen der Permafrostböden und die Zunahme extremer Wetterereignisse.

Auch in Deutschland sind die Auswirkungen des Klimawandels spürbar: steigende Temperaturen, feuchtere Winter, zunehmende Wetterextreme wie Hitzewellen und lokale Starkregenereignisse. Der heiße und trockene Sommer 2018 hat eindrücklich bewiesen, wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist. Um dem globalen Phänomen des Klimawandels zu begegnen und die Auswirkung der Erderwärmung zu begrenzen, wurden auf internationaler und europäischer Ebene Klimaschutzziele vereinbart, die auf Bundes-, Länder und kommunaler Ebene umgesetzt werden. Die Stadt Sinzig stellt sich dieser Herausforderung und hat ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet.

Klimaschutzkonzept

Mit der Initiierung des integrierten Klimaschutzkonzeptes wurden 2016 wichtige politische Weichen gestellt, um den Klimaschutz in der Stadt zu etablieren. Am 14. Juli 2016 wurde im Stadtrat der Beschluss zu dessen Umsetzung gefasst. Erstellt wurde das Klimaschutzkonzept von der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB) in Verbindung mit der SWECO GmbH aus Koblenz. Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages wurde das integrierte Klimaschutzkonzept unter dem Förderkennzeichen 03K05505 gefördert.

Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Sinzig (PDF-Datei)
Anhang des Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Sinzig Teil 1 (PDF-Datei)
Anhang des Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Sinzig Teil 2 (PDF-Datei)

Nationale Klimaschutzinitiative:
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellung und investiver Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zur Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Klimaschutzmanagerin

Klimaschutzmaagerin der Stadt sinzig Silke MerzSilke Merz, unsere Klimaschutzmanagerin, hat den Auftrag, die Klimaschutzmaßnahmen anzustoßen und deren Umsetzung voranzubringen. Sie bringt der Bevölkerung die Ziele näher und bezieht sie in den Umsetzungsprozess ein. Die Klimaschutzmanagerin versteht sich als „Werbebotschafterin für den Klimaschutz“.
Sie ist die Ansprechpartnerin für alle Belange rund um den Klimaschutz und Koordinatorin der Maßnahmen.

Kontakt

Tel.: 02642 4001-92
E-Mail: silke.merz@sinzig.de

Klima-Bündnis

Seit Anfang 2019 ist die Stadt Sinzig Mitglied im Klima-Bündnis, das für einen ganzheitlichen Klimaschutz steht. Seit mehr als 25 Jahren setzen sich die Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis mit ihren indigenen Partnern der Regenwälder für das Weltklima ein. Mit über 1.750 Mitgliedern aus 26 europäischen Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz verschrieben hat, und das einzige, das konkrete Ziele setzt: Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Darüber hinaus verpflichten sie sich auf die Nutzung von Tropenholz und auch auf Holz aus Raubbau zu verzichten. Da sich unser Lebensstil direkt auf besonders bedrohte Völker und Orte dieser Erde auswirkt, verbindet das Klima-Bündnis lokales Handeln mit globaler Verantwortung. Jedes Mitglied des Klima-Bündnis unterstützt aktiv Projekte der indigenen Regenwaldvölker, um ihre Wälder zu schützen.

Städte und Gemeinden des Klima-Bündnis sind sich bewusst, dass der Klimawandel nicht nur eine ökologische sondern auch eine wirtschaftliche und soziale Herausforderung darstellt. Das Klima-Bündnis befürwortet daher Klimaschutzmaßnahmen, die mit ihren fünf Klimaschutzprinzipien einhergehen: fair, naturkonform, lokal, ressourcenschonend, vielfältig.

Innerhalb des Netzwerkes des Klima-Bündnis gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu Partizipation und Austausch. Die Mitglieder können dabei auf eine Vielzahl von Angeboten zurückgreifen. Neben regionalen Veranstaltungen, in denen der Austausch der Akteure im Vordergrund steht, können sie vorgefertigte Kampagnen nutzen. Eine prominente Kampagne ist das STADTRADELN an dem die Stadt Sinzig letztes Jahr teilgenommen hat und auch 2020 wieder teilnehmen wird.

Darüber hinaus bietet das Klima-Bündnis Instrumente und Methoden für Kommunen, um Klimastrategien zu entwickeln und die Fortschritte zu messen. Ein Instrument ist dabei der Klimaschutz-Planer. Mit dem Klimaschutz-Planer können Kommunen Endenergie- und Treibhausgas-bilanzen erstellen. Die Stadt Sinzig nutzt dieses Monitoring-Tool ebenfalls seit Ende 2019.

2020 feiert das Klima-Bündnis ein großes Jubiläum: 30 Jahre Klima-Bündnis!

Weitere Informationen unter: www.klimabuendnis.org

Projekte

Stadtradeln

Sinzig radelt für ein gutes Klima!

Bei der Aktion STADTRADELN des Klima-Bündnis treten deutschlandweit Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Sinzig war zum ersten Mal mit von der Partie. In der Zeit vom 31. August bis zum 20. September 2019 konnten alle Personen, die in Sinzig leben, arbeiten, einem Verein angehören oder zur Schule gehen, mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln.

Beim STADTRADELN geht es um den Spaß am Fahrradfahren, aber vor allem auch darum, möglichst viele Menschen zu gewinnen, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das Radfahren ist längst ein fester Bestandteil der städtischen Mobilität geworden und als Verkehrsmittel nicht mehr wegzudenken. Es steigert die Lebensqualität, fördert die Gesundheit, schützt die Umwelt und ist zudem eine kostengünstige Alternative zu anderen Beförderungsmitteln. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Ein Viertel davon wiederum verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Zusätzlich erfolgt ein Beitrag zur Luftreinhaltung und Lärmminderung.

Die Stadt Sinzig bedankt sich für eine rege Teilnahme – 36.390 km wurden erradelt und damit 5t CO2 vermieden.
Die Top 5- Teams sind:

Freie Wähler Bürgerliste Sinzig e.V. (4.975 km)
St. Raphael CAB (3.325 km)
Steuerberatung Klotz (3.029 km)
Fahrrad AG Sinzig (2.745 km)
Regenbogenschule Sinzig (2.539 km)
www.stadtradeln.de/sinzig

2020 ist Sinzig wieder dabei!

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.stadtradeln.de

Photovoltaik

Klimaschutz geht einher mit der Nutzung regenerativen Energien. Der Ausbau der regenerativen Energien ist dabei ein zentraler Punkt bei der Durchführung der Energiewende in Rheinland-Pfalz. Die Solarenergie ist neben der Windenergie ein wichtiger Faktor bei der Umgestaltung des Stromsektors. Es gilt das unerschöpfliche Potential der Photovoltaik und Solarthermie zu nutzen und auszubauen. Die neuen PV-Geschäftsmodelle – vor allem Eigenverbrauch, Stromlieferung, Anlagenpacht, Betreiber- und Betriebsführungsmodelle werden dabei immer stärker zur Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb von PV- Anlagen.

Bereits heute sind in Sinzig und seinen Ortsteilen zahlreiche Photovoltaikanlagen (PV) auf Dächern installiert. Das Ziel ist deren Zahl kontinuierlich zu erweitern.

Die Stadtwerke Sinzig planen auf dem Gelände der Entsäuerungsanlage im Kranzweiherweg die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage. Der klimafreundlich erzeugte Strom soll für den Betrieb der Pumptechnik verwendet werden. Die Baugenehmigung wurde im Februar 2019 durch den Kreis Ahrweiler erteilt. Die Verbandsgemeinde Bad Breisig beteiligt sich aufgrund des Kooperationsvertrags mit den Stadtwerken Sinzig an den Herstellungskosten der größten Freiflächenphotovoltaikanlage auf dem Stadtgebiet von Sinzig.

Das drückt sich in Zahlen bei der genehmigten Photovoltaikanlage wie folgt aus:
Die Anlage ist auf eine Nennleistung von 189 kWp, also einer Jahresleistung von ca. 150.000 kWh. Dies entspricht dem Strombedarf von ungefähr 30 Vierpersonen-Haushalten. Durch den Betrieb der Anlage werden ca. 105 Tonnen CO2 pro Jahr weniger produziert.

Die gesamte Aufstellungsfläche hat eine Größe von 3.000 m² (rund ein halbes Fußballfeld), die Fläche des Modulfeldes beträgt 1.200 m².
Für die Bauzeit sind 10 Wochen veranschlagt. Die Photovoltaikanlage soll voraussichtlich im Spätsommer in Betrieb gehen.

Wenn auch Sie prüfen möchten, ob Ihr Dach für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist, können Sie dazu das Solarkataster nutzen:

http://www.solarkataster-ahrweiler.de/karte

Virtuelles Kraftwerk

Stadtwerke Sinzig erhalten Landeszuwendung für die „Studie: Energiewirtschaftliche Optimierung und Virtuelle Kraftwerke im Wasserwerk“

Region Sinzig will mit virtuellem Kraftwerk Energie sparen –
„Die Region Sinzig will mit einem virtuellen Kraftwerk Energie bei der Wasserversorgung einsparen. Die Stadtwerke Sinzig betreten damit Neuland und leisten einen zukunftsweisenden Beitrag zur Energiewende“, erklärte Energie- und Umweltstaatssekretär Thomas Griese heute in Sinzig. Die Bereitstellung des Trinkwassers benötigt viel Energie. Durch effizientere Anlagen konnte der Stromverbrauch bereits gesenkt werden. „Was bisher aber noch wenig beachtet wird, ist die Möglichkeit den Stromverbrauch schlicht durch zeitliches Verschieben zu optimieren“, hob Griese den neuen Ansatz hervor. Immer dann, wenn günstige Energie am Strommarkt zu haben ist oder die Sonne für viel Energie aus der eigenen Photovoltaikanlage sorgt, dann sollen die Wasserspeicher der Region aufgefüllt werden. Umgekehrt kann beim Ablassen der Wasserbehälter Strom erzeugt werden. Das soll dann erfolgen, wenn hohe Strompreise erzielt werden können. Mit dieser energetischen Optimierung werde ein virtuelles Kraftwerk geschaffen. Die Stadtwerke haben dazu bei der Transferstelle für rationelle und regenerative Energienutzung (TSB) Bingen, eine Studie in Auftrag gegeben. Das Land finanziert die Studie zu 90 Prozent, mit 24.300 Euro.
„Energie einzusparen und sie in Zukunft noch effizienter zu nutzen, das ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende, stellte Griese fest. Das Land unterstütze daher Kommunen und Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Ansätze, wie dem virtuellen Kraftwerk. Vergangenes Jahr hat das Land gemeinsam die Transferstelle Bingen an den Stadtwerken Trier eine erste Pilotstudie zur Optimierung des Stromverbrauchs bei der Trinkwasserversorgung erarbeitet. Nun sorge ein kleineres Wasserversorgungsunternehmen für ein Fallbeispiel, das Schule im Land machen könnte, so Griese.
August 2016
Verantwortlich (i.S.d.P)
Stefanie Lotz, Pressesprecherin

MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE,
ERNÄHRUNG UND FORSTEN
Kaiser-Friedrich-Straße 1
55116 Mainz
http://www.mueef.rlp.de

E-Mobilität in Sinzig

Die heutige Mobilität muss neu gedacht werden. Die zunehmende Verschlechterung der Luftqualität durch steigende  CO²-Emissionen, Stickoxide  und weitere Luftschadstoffe durch den Personen- und Wirtschaftsverkehr verlangen nach neuen Handlungsweisen. Die Elektromobilität hat das Potential die Mobilität nachhaltig zu gestalten und dem Klimaschutz Rechnung zu tragen und die Lebensqualität in der Stadt zu steigern.
Auch die Stadt Sinzig wird langfristig einen Beitrag  zur Mobilitätswende leisten. Der städtische Fuhrpark besteht heute schon aus drei Plug-In- Hybriden und zwei E-Bikes. Darüber hinaus ist Anschaffung von reinen elektrischen Fahrzeugen für 2019 geplant. Des Weiteren wird die Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet sukzessive ausgebaut.

Wenn Sie ihr Elektroauto aufladen möchten, können Sie dies zum Beispiel direkt auf dem Parkplatz neben dem Rathaus erledigen. Die Ladesäule ist jederzeit frei zugänglich. Oberhalb des Parkplatzes finden Sie auch eine Ladestation für E-Bikes.

Energiesparen

Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzept spielen Energieeinsparpotentiale neben dem Einsatz von regenerativen Energien eine bedeutende Rolle. Das Ziel eines erfolgreichen Klimaschutzes ist die Reduktion der CO2 – Emissionen und der klimarelevanter Luftschadstoffe. Nicht nur im gewerblichen und öffentlichen sondern auch im privaten Sektor existieren erhebliche Einsparpotentiale. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert unter anderem die energetische Sanierung.

Im kommunalen Sektor ist das Einsparpotential „Straßenbeleuchtung“ sehr hoch. Nach einer Untersuchung der Prognos AG gehen rund 40% des Stromverbrauchs zur Lasten der Straßenbeleuchtung. In Sinzig beläuft sich der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung auf rund 830.100 kWh pro Jahr. Daher strebt Sinzig an, die alten Straßenbeleuchtungsanlagen durch hocheffiziente LED-Technik zu ersetzen und neu zu planen. Hierzu wird ab Anfang 2019 ein gesamtstädtisches Konzept erstellt.

Artenschutz

Insekten sind die artenreichste Gruppe im Tierreich und bilden die Grundlage vieler Ökosysteme. Sie sind nicht nur für den Menschen sondern auch für viele Pflanzen und Tiere überlebenswichtig. Alle Fledermaus,- Amphibien- und Reptilienarten und die überwiegende Mehrheit der heimischen Vogelarten sind von Insekten als Nahrungsquelle abhängig. Des Weiteren spielen sie eine wichtige Rolle als bestäubende Insekten für alle heimischen Blütenpflanzen. Dies zeigt wie stark unsere Biodiversität mit Insekten als Grundbaustein der Artenvielfalt verflochten ist. Viele Arten sind heute schon ernsthaft bedroht und  ein massiver Rückgang aller Insektenarten zeichnet sich ab. Die Stadt Sinzig hat sich zum Ziel gesetzt diesem Trend entgegen zu wirken und sich für die Erhaltung der biologische Vielfalt einzusetzen. Was mit einer Blühfläche im Bereich der Ahr letztes Jahr begonnen hat, wird nun erweitert.  Im September 2018 hat der Stadtrat einstimmig beschlossen weitere Blühflächen in Sinzig anzulegen. Zusammen mit den Frühblühern wie Krokussen und Narzissen bilden sie ein ganzjähriges Nahrungsangebot für die Bienen und anderen Insekten.

Wenn Sie persönlich etwas tun möchten: Schaffen Sie Nahrungs- und Bruthabitate für Bienen, Vögel und Schmetterlinge durch artenreiche Naturgärten mit Staudenbeeten und Blühmischungen: Entsteinen Sie Ihren Garten! Mehr Informationen gibt es unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Tipps für eine gute Bienenweide das ganze Jahr über:

Bäume: Obstbäume, Weide, Kastanie, Robinie, Linde, Ahorn, Eberesche

Sträucher: Wilder Wein, Liguster, Roseneibisch, Felsenmispel, Schneebeere, Clematis, Rosen (ungefüllt), Fingerstrauch, Kletterhortensie, Falscher Jasmin, Schneeheide, Schlehe, Weißdorn, Stechpalme, Berberitze, alle Beerensträucher

Staude und Zwiebelgewächse: Schneeglöckchen, Krokus, Leberblümchen, Gänsekresse, Lungenkraut, Bärlauch, Silberwurz, Steinkraut, Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Goldnessel, Fette Henne, Salbei, Ziermohn, Kugeldistel, Sonnenhut

Kräuter: Thymian, Lavendel, Ysop, Schnittlauch, Boretsch, Salbei, Weinraute

Blumen: Goldmohn, Reseda, Cosmea, Beinwell, Malve, Katzenminze, Gamander, Phacelia, Tagetes, Kornblume, Sommerazalee, Sonnenblume, Senf

Weitere Infos unter:     www.bluehende-landschaft.de

Mitmachen

Tipps

  • Mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn zur Arbeit: Wer pro Tag rund 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegen, spart bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer rund 640 Kilogramm CO2 im Jahr.
  • Heizung runterdrehen: Keiner soll im Kalten sitzen! Aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt die CO2 -Emissionen eines Vier-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15 bis 16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2 .
  • Volle Waschmaschine, niedrige Temperatur: Die Vorwäsche auf alle Fälle weglassen und grundsätzlich mit höchstens 60 Grad waschen – nur in Ausnahmefällen mit 95 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30 bis 40 Grad sauber. Anschließend nicht in den Trockner sondern auf die Leine. Einsparpotenzial: bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.
  • Bye-bye Standby: Standby-Schaltungen sind praktisch, weil man nicht mehr vom Sofa aufstehen muss, um den Fernseher oder die Stereoanlage einzuschalten. Aber die Geräte verbrauchen auch in diesem Zustand unnötig viel Energie. Geräte, die keinen Ausknopf haben, sollten an eine schaltbare Steckerleiste angeschlossen werden. So lassen sich pro Haushalt bis zu 300 Kilogramm CO2 sparen.
  • Bio aus der Region in den Einkaufswagen: Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte der Energiemenge benötigt, die konventionelle Landwirtschaft braucht. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2 -Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm.
  • Weniger Fleisch auf den Teller: Wer sich ausgewogen und fleischreduziert ernährt, erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr.

Energietipps der Verbraucherzentrale

Fenstertausch – Glas oder Rahmen?

Fenster sind energetische Schwachstellen der Gebäudehülle; leider ist ihr Austausch mit erheblichen Kosten verbunden. Da eine solche Investition in der Regel nur alle 25 bis 30 Jahre gemacht wird, sollten Fenster des neuesten technischen Stands verbaut werden. Ein niedriger Wärmeverlustwert ist auch entscheidend für die Wohnbehaglichkeit.
Den besten Wärmeschutz bietet derzeit die Dreischeibenwärmeschutzverglasung. Gegenüber alter Isolierverglasung (vor 1995 eingebaut) verschafft sie einen etwa 70 Prozent besseren Wärmschutz. Zu beachten ist auch die Wärmedurchlässigkeit des Rahmens und des Randverbunds der Glasscheiben, denn der Rahmen hat meist schlechtere Dämmwerte als die Verglasung. Bei der Wahl der Fenster ist daher der berechnete Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters, Uw (w steht für englisch: „window“) entscheidend.
Fenster müssen dicht schließen und luftdicht eingebaut werden, sonst „zieht“ es trotz Wärmeschutzverglasung durch Dichtungen und Fugen. Das Einbringen von Montageschaum in die Fugen zwischen Rahmen und Mauerwerk reicht nicht aus – der Rahmen muss luftdicht mittels Klebe- und Dichtbändern in der Leibung verklebt sein.
Auch für die Fenstererneuerung gibt es seit diesem Jahr höhere Fördermittel. Aber auch Verbesserungen bei vorhandenen Fenstern, wie der nachträgliche Einbau einer Dichtung oder bei gut erhaltener Rahmensubstanz der Austausch der Verglasung sind machbar, wenn das Geld für neue Fenster nicht reicht. Allerdings sollte dann überprüft wer-den, ob der Rahmen ausreichend luftdicht eingebaut ist. Eine individuelle Beratung zur Auswahl der Fenster und Fördermöglichkeiten erhalten Ratsuchende im persönlichen Gespräch mit Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach telefonischer Voranmeldung..

Der Energieberater hat am Montag, den 02.03.20 ab 13.30 Uhr Sprechstunde in Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Stadtverwaltung, Zimmer N.0.02, Hauptstraße 116. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter: 02641/870.

(VZ-RLP / 11.02.2020)

Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin:
Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei)
montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr,
dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.


Hauskauf: Energieschleuder oder Schnäppchen?

Der Verlust von Heizenergie durch schlechte Wände, ein undichtes Dach oder ein ineffizientes Heizsystem kostet dauerhaft Geld. So kann manches „Schnäppchen“ über die Jahre gesehen in ungünstigem Licht dastehen.
Hausverkäufer sind verpflichtet, spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis vorzulegen. Kaufinteressenten scheuen sich jedoch oft, dies einzufordern – manchmal aus Furcht, den Zuschlag für das Haus nicht zu bekommen.
Und auch wenn der Energieausweis vorliegt, ist die Interpretation der Daten nicht immer leicht: Verbrauchsausweise mitteln den Verbrauch der letzten drei Jahre – und der hängt von den Gewohnheiten der Bewohner ab. Bedarfsausweise zeigen den nutzerunabhängigen Heizenergiebedarf des Hauses. Der errechnete Bedarf fällt jedoch häufig zu hoch aus.
Energieausweise sind nach Ausstellung 10 Jahre gültig, daher kursieren Energieausweise nebeneinander, die hinsichtlich des Energieverbrauchs alte und neue Bewertungsmaßstäbe anlegen. In älteren Energieausweisen werden Werte von 150-200 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr im Ausweis noch im grünen Bereich angesiedelt – obwohl das nicht einem zukunftsfähigen energetischen Standard entspricht. Seit Mitte 2014 ausgestellte Ausweise geben dem Gebäude eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H. Werte von 100 bis 200 Kilowattstunden erreichen nur Effizienzklasse D oder E.
In einem Mehrfamilienhaus gibt es nur einen Ausweis fürs gesamte Haus nicht jedoch für die einzelne Wohnung. Für den Energieverbrauch einer Wohnung spielt aber auch deren Lage eine wichtige Rolle, vor allem in schlechter gedämmten Häusern. Dach – und Erdgeschosswohnungen in Hausrandlage verbrauchen dann in der Regel bis zu 50 Prozent mehr Heizwärme als Wohnungen in der Hausmitte.

Der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale hilft nach Terminvereinbarung bei der Interpretation von Energieausweisen und bietet Hauskäufern eine persönliche Erstberatung zur Einschätzung des Modernisierungsbedarfs.

Der Energieberater hat am Montag, den 17.02.20 ab 13.30 Uhr Sprechstunde in Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Stadtverwaltung, Zimmer N.0.02, Hauptstraße 116. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter: 02641/870.

(VZ-RLP / 28.01.2020)

Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin:
Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei)
montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr,
dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.


Alte Mauern mit jungem Energieverbrauch

Einen Altbau auf den Heizenergiebedarf eines Neubaus zu bringen, ist heute machbar. Es gibt bereits historische Gebäude, die nach der Sanierung den Verbrauch eines Energiesparhauses erreicht haben, ohne ihre denkmalgeschützte Fassade einzubüßen. Die meisten Bestandsgebäude stammen aber aus den Jahren 1950 bis 1980 und sind weitaus einfacher zu modernisieren. Die Herausforderung besteht darin, eine solche Sanierung richtig zu planen und finanziell zu stemmen.
Mit der finanziellen Belastung tut sich leichter, wer diese Art der Geldanlage als Investition in die Zukunft begreift und alle Mittel der finanziellen Förderung nutzt – angefangen von einer Energieberatung, die die Schwachstellen des Hauses bis ins Detail analysiert bis hin zum zinsgünstigen KfW-Darlehen mit Tilgungszuschuss, das bei Sanierungsmaßnahmen beantragt werden kann.

Links: unsaniertes Bauernhaus, rechts: das gleiche Gebäude – jetzt ein Niedrigenergiehaus. Fotos: VZ RLP/ Bernhard Andre

Eine Außenwanddämmung spart nicht nur Energie, sie erhöht auch die Behaglichkeit im Haus und den Wert der Immobilie. Aber auch schon kleinere kostengünstige Maßnahmen, wie das Dämmen der Rollladenkästen oder das Abdichten der Gebäudehülle gegen Luftzug, können sich spürbar auswirken. Ausführliche Information zur energetisch sinnvollen Sanierung von Altbauten sowie zu anderen Fragen des Energiesparens erhalten Ratsuchende in einem persönlichen Beratungsgespräch mit den Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach telefonischer Voranmeldung.

Der Energieberater hat am Montag, den 17.02.20 ab 13.30 Uhr Sprechstunde in Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Stadtverwaltung, Zimmer N.0.02, Hauptstraße 116. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter: 02641/870.

(VZ-RLP / 21.01.2020)

Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin:
Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei)
montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr,
dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.


Kann eine gedämmte Außenwand noch atmen?

Es gibt immer wieder Hausbesitzer, die von einer Außenwanddämmung absehen, weil sie der Meinung sind, dass dann die Wände nicht mehr atmen könnten. Sie verzichten damit auf eine effektive Maßnahme zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs aufgrund eines immer noch verbreiteten Vorurteils. Die Behauptung, dass Wände atmen können -also zum Luftaustausch im Haus beitragen- ist schlichtweg falsch. Dies wurde schon 1928 von dem Physiker Raisch widerlegt. Eine massive verputzte Wand ist luftdicht und kann nicht im Sinne eines Luftaustauschs atmen. Eine notwendige Lüftung findet nur durch regelmäßiges Öffnen von Fenstern und Türen oder über eine Lüftungsanlage statt. Das einzige, was sich im Winter durch die Wände nach draußen bewegt, sind etwa 1 bis 2 % des Wasserdampfes, der sich in der Innenraumluft befindet. Für ein gutes Raumklima ist diese geringe Menge nicht relevant. Insgesamt müssen während der Heizperiode 1.000 bis 2.000 Liter Feuchtigkeit in einem Einfamilienhaus durch die Lüftung nach draußen transportiert werden.
Wie viel Energie Sie mit einer Wärmedämmung einsparen können und was hinsichtlich des notwendigen Luftaustauschs zu beachten ist, erläutern Ihnen gerne die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.

Der Energieberater hat am Montag, den 03.02.20 ab 13.30 Uhr Sprechstunde in Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Stadtverwaltung, Zimmer N.0.02, Hauptstraße 116. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter: 02641/870.

(VZ-RLP / 14.01.2020)

Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin:
Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei)
montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr,
dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

Beratung

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet Ihnen aktuelle Informationen und Tipps rund um das Thema Energiesparen wie z.B. welche Fördermittel gibt es für Energiesparmaßnahmen, lohnt sich eine Solaranlage oder was ist ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage. Sie können sich über www.energieberatung-rlp.de oder direkt per Mail unter energie@vz-rlp.de  an einen Energieexperten wenden.

Wenn Sie  Fragen zum Thema „Welchen Beitrag kann ich persönlich zum Klimaschutz leisten“ haben, können Sie diese an klimaschutz@sinzig.de richten.

 

Links

Kontakt

Dipl.-Geogr. Silke Merz

Klimaschutzmanagerin
Tel.: +49 2642 4001-92
E-Mail: silke.merz@sinzig.de

Die Earth Hour 2020 in Sinzig

Am 28. März ist es soweit: Um 20.30 Uhr machen Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus. Gemeinsam mit dem WWF Deutschland wollen auch wir ein starkes Zeichen für mehr Klimaschutz und die Zukunft unseres Planeten setzen. Für 60 Minuten schalten wir daher die Lichter an unseren Gebäuden aus. Weitere Infos zur Earth Hour, der weltweit größten Aktion für Klima- und Umweltschutz gibt es unter www.wwf.de/earthhour.